Behandlung des Restless Legs-Syndroms (RLS)

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) bzw. Syndrom der ruhelosen Beine, auch Ekbom-Syndrom genannt, ist eine neurologische Erkrankung mit Gefühlsstörungen und Bewegungsdrang in Beinen und weniger häufig in den Armen.
Das RLS verursacht vor allem in Ruhe bzw. Entspannung Missempfindungen, z.B. Ziehen, Spannen, Kribbeln, Schmerzen oder andere als unangenehm empfundene Gefühle. Die Symptome treten meistens am Abend oder in der Nacht auf, wenn man zur Ruhe kommt. Wenn man sich dann bewegt, wird eine Linderung der Beschwerden erreicht.
Häufige Begleiterscheinungen des RLS sind periodische Zuckungen der Beine oder Arme im Schlaf (Periodic Limb Movements). Diese werden oft auch als "Zuckungen" beschrieben. Sie führen zu Schlafstörungen.

Folge sind oft chronischer Schlafmangel und Tagesmüdigkeit. Daraus können depressive Verstimmungen, Ängste, Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Unruhe, Vergesslichkeit, Verschiebung des Tag-und-Nacht-Rhythmus beispielsweise resultieren.

 

Ursachen


Die Ursachen des Restless-Legs-Syndroms sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Diskutiert werden eine Störung des Eisenstoffwechsel sowie verschiedene prädisponierende genetische Veränderungen. Oft liegt bei RLS Patienten eine familiäre genetische Belastung vor. Häufigkeit und Intensität nimmt mit zunehmenden Alter zu.

 

Verbreitung


Es wird geschätzt, dass etwa 5 – 10 % der Bevölkerung in Deutschland vom RLS betroffen sind. Es ist damit eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen überhaupt. 60 % der Patienten sind Frauen.

 

Diagnose


Die Diagnose wird oft erst von einem Neurologen gestellt. Das RLS Syndrom kann auch das erste anzeichen einer ernsteren Erkrankung sein. Optimal ist daher eine umfangreiche differentialdiagnostische Abgrenzung am besten im Rahmen eines kurzen, geplanten stationären Aufenthaltes.

 

Behandlung


Eine individuell angepasste Behandlung richtet sich nach dem subjektiven Leidensdruck der Patienten. Primär steht meist eine Verbesserung der Schlafqualität im Vordergrund. Dies wird oft erst nach einer ausgefeilten dopaminergen Substitutionstherapie erreicht.

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