Selbsthilfe


In unserem Hause selbstverständlich und wöchentliche Praxis ist, dass sich die unterschiedlichen Selbsthilfegruppen auf den Suchtstationen vorstellen und Patienten Mut machen, sich mit ihrer Abhängigkeit auseinanderzusetzen. Genauso ermutigen wir alle Patienten, so rasch wie möglich noch während des Aufenthaltes bei uns, ihre schon bekannte oder eine Selbsthilfegruppe ihrer Wahl aufzusuchen. Dieser Austausch unter Betroffenen ist von unschätzbarem Wert.

Betroffen
Viele Patienten stehen nicht selten, wenn sie zu uns in die Klinik kommen, noch ganz am Anfang mit vielen Fragen zum Thema Sucht und Abhängigkeit. Sie sprechen nach diesen ersten Begegnungen mit ebenfalls Betroffenen oft von einer Entlastung ihrer eigenen Scham- und Schuldgefühle, („ich bin doch kein Alki!“ – nein, das ist niemand!). Das wir Mitarbeiter durch diese Besuche aus der Selbsthilfe einen Einblick in das hohe ehrenamtliche Engagement vieler Betroffener bekommen, ist ein weiterer Wert, den wir, besonders auf den Entzugsstationen zu schätzen wissen. Dabei lehnen wir den Ausdruck „Drehtürpatient“ entschieden ab, bietet er doch nicht mehr als eine abstrakte und stigmatisierende Begrifflichkeit.