„Gemeinsam statt einsam – seelisch gesund zusammenleben“ - 13. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit mit starker Beteiligung des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses

10.10.19, Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee

Am 10. Oktober 2019, dem Welttag der Seelischen Gesundheit der World Federation for Mental Health (WFMH), eröffnete das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit die 13. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit. Gleichzeitig wurde im Rahmen der zentralen Auftaktveranstaltung am Potsdamer Platz auch die bundesweite Aktionswoche, die unter Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stand, gestartet. Das Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee war mit eigenen Veranstaltungen beteiligt. Zudem war die Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie in die Aktivitäten am Potsdamer Platz eingebunden.

„Das Gefühl von Einsamkeit ist weit verbreitet und betrifft alle Bevölkerungsgruppen“, sagte Dr. Iris Hauth, Ärztliche Direktorin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses Berlin-Weißensee, im Rahmen der Auftaktpressekonferenz am Potsdamer Platz.

Nach einer Studie der Johannes Gutenberg-Universitätsmedizin Mainz aus dem Jahr 2017 leide jeder zehnte Studienteilnehmer im Alter von 35 bis 74 Jahren unter Einsamkeit – vor allem Frauen, Alleinstehende und jüngere Menschen. Die Betroffenen wiesen ein erhöhtes Risiko für Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen sowie Suizidgedanken auf. „Häufig ist Einsamkeit nur eine vorübergehende Phase, wenn etwa eine grundlegende Veränderung im Leben stattgefunden hat – beispielsweise ein Schulwechsel, der Beginn einer Ausbildung in einer fremden Stadt oder eine Trennung. Einsamkeit kann selbst gewählt und Teil der Persönlichkeit eines Menschen sein. Sie kann aber auch Stress bedeuten und Ausgangspunkt für eine psychische Erkrankung sein“, führte Hauth, die zu den Mitinitiatoren der Berliner Aktionswoche gehört, aus.

60 Städte und Regionen mit über 800 Veranstaltungen

Bundesweit beteiligten sich über 60 Städte und Regionen mit über 800 Veranstaltungen an den Aktionswochen. Mehr als 200 Events fanden allein in Berlin statt. Zehn Tage lang waren Menschen dazu eingeladen, die vielfältigen ambulanten und stationären Angebote der psychiatrischen und psychosozialen Einrichtungen in ihrer Umgebung zu erkunden. Ziel war und ist es, über psychische Erkrankungen aufzuklären, Berührungsängste abzubauen, Hilfs- und Therapieangebote aufzuzeigen.

Der MARKT für Seelische Gesundheit

So informierten Therapeuten des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses Berlin-Weißensee im Rahmen des Marktes für Seelische Gesundheit ganz praktisch über ausgewählte Angebote wie die Ohrakupunktur nach NADA (National Acupuncture Detoxification Association) und die Aromatherapie. Auf dem vom Aktionsbündnis für Seelische Gesundheit zusammen mit dem Berliner Behindertenverband BBV und Bipolaris e. V. am 10. Oktober 2019 am Potsdamer Platz veranstalteten Markt präsentierten sich insgesamt über 50 verschiedene Organisationen und Anbieter. Eindrücke des Markts wurden in einem Film eingefangen.

Auftaktveranstaltung mit Senatorin Dilek Kalayci

Das Schwerpunkthema der Aktionswoche stand im Zentrum der von Dr. med. Iris Hauth moderierten öffentlichen Auftaktveranstaltung am Abend, die Professor Dr. med. Wolfgang Gaebel, Vorsitzender des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit, und Dr. Thomas Götz, Landesbeauftragter für Psychiatrie der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Berlin und Förderer der Berliner Aktionswoche, einleiteten. An den Impulsvortrag von Dr. med. Mazda Adli, dem Ärztlichen Leiter der Fliedner Klinik, schloss sich eine Expertenrunde an. Dilek Kalayci, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung und Schirmherrin der Berliner Woche für Seelische Gesundheit, Michael Vollmann, Mitbegründer der Nachbarschaftsplattform nebenan.de, Kathrin Weßling, Buchautorin und Social-Media-Expertin, sowie Dr. med. Mazda Adli sprachen über gesellschaftspolitische Aspekte der Einsamkeit und ihre Auswirkungen auf die psychische Gesundheit.

Einsamkeit und deren Vermeidung sei ein Thema für die Politik, aber auch für die Gesellschaft. Jeder könne dazu beitragen, das menschliche Miteinander in der Großstadt Berlin sozialer zu gestalten und auch diejenigen einbeziehen, die am Rand stünden, so die einhellige Meinung der Experten.

Aktion „Grüne Schleife für die Seelische Gesundheit“ gestartet

Deutschlandweit wurde am 10. Oktober 2019 auch die Aktion „Grüne Schleife für die Seelische Gesundheit“, eine signalstarke, bundesweite Kampagne für mehr Akzeptanz für psychische Erkrankungen, gestartet. Den Song zur Kampagne lieferte der Kölner Rapper David Floyd.

Veranstaltungen des St. Joseph Krankenhauses

Am Folgetag lud das Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee in die eigenen Räumlichkeiten ein. „Leben in Balance“ lautete der Titel der Veranstaltung, die, eingebettet in einen Kurzvortrag von Oberärztin Uta Fürstenberg und eine Abschlussrunde, Workshops zu Aroma- und Klangschalentherapie, Tai-Chi, Qi-Gong, Körperachtsamkeit und Progressiver Muskelentspannung anbot.

Mit „Hedi Schneider steckt fest“ präsentierte das Krankenhaus am 17. Oktober 2019 eine preisgekrönte Tragikomödie zum Thema Angst- und Panikstörung und anschließender Podiumsdiskussion mit Fachleuten und Betroffenen im Kino Toni, einem renommierten Programmkino im Bezirk.

Ebenfalls im Kontext der Woche der Seelischen Gesundheit stand die Vernissage „Das Streben nach Glück“ von Tom Benke, die noch bis Ende Dezember 2019 im Z-Gebäude der Klinik gezeigt wird.

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