Krankheitsbilder kurz erklärt

Eine gute Behandlung startet mit der Aufklärung des Patienten, daher möchten wir Ihnen schon jetzt eine kurze Erklärung für die Krankheitsbilder geben, die in unserer Klinik für Neurologie behandelt werden.

Als Demenz bezeichnet man Krankheitsbilder, die mit fortschreitendem Verlust der Orientierungsfähigkeit, des Kurz- und Langzeitgedächtnisses einhergehen. In späteren Krankheitsstadien kommt es in der Folge zu einem Verlust der Alltagskompetenzen.

Demenzen teilt man in Primäre – zum Beispiel Alzheimerkrankheit – oder Sekundäre als Folge von anderen internistischen oder neurologischen Krankheiten ein.

Die häufigste Ursache ist die Alzheimer-Erkrankung. Am zweithäufigsten entsteht die primäre Demenz durch Durchblutungsstörungen des Gehirns.

Sekundär verursachte Demenzen sind durch die Behandlung der Grunderkrankung rückläufig. Dies können zum Beispiel Stoffwechselerkrankungen oder Vitaminmangelzustände sein. Zur Abgrenzung und rechtzeitigen Behandlung ist eine frühzeitige Diagnose besonders wichtig.

Wenn Schmerzen die dominierenden Beschwerden sind und länger anhalten, dann spricht man von chronischen Schmerzen.

Während akute Schmerzen ein Alarmsignal bei einer Schädigung des Körpers sind, stellen chronische Schmerzen eine eigenständige Erkrankung dar. Die Schmerzen haben sich hier verselbständigt
 

Wie entstehen chronische Schmerzen?

Halten Schmerzen länger an, reagieren die Nervenzellen immer empfindlicher, so dass die Schmerzschwelle sinkt. Gleichzeitig bildet sich ein „Schmerzgedächtnis“ heraus, wodurch schon schwache Schmerzreize als starke Schmerzen empfunden werden. Das kann so weit gehen, dass das Nervensystem Schmerzsignale aussendet, obwohl es keine organische Ursache mehr dafür gibt.

Die Parkinsonkrankheit gehört zu den neurodegenerativen Erkrankungen und ist dadurch gekennzeichnet, dass Nervenzellen in der Substanzinika, einer Struktur im Mittelhirn, die den Botenstoff Dopamin produzieren, degenerieren. Die Leitsymptome sind Muskelzittern (in Ruhe Tremor), kleinschrittiger Gang, verlangsamte Bewegungen und Muskelstarre. Trotz umfänglicher Forschung gibt es heute noch keine Möglichkeiten einer ursächlichen Behandlung. Zur Behandlung der Symptome sind in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht worden.

Was ist Multiple Sklerose?

Die Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), die überwiegend im Erwachsenenalter vorkommt. Bei ihr werden die Markscheiben, welche die elektrisch isolierende äußere Schicht der Nervenfasern im zentralen Nervensystem bilden, angegriffen. Die genaueren Ursachen dieser Entmarkungskrankheit sind trotz großer Forschungsanstrengungen noch nicht geklärt.


Verlauf und Prognose

Im Verlauf bilden sich viele entzündliche Entmarkungsherde im gesamten ZNS, so dass die Multiple Sklerose fast jedes neurologische Symptom verursachen kann. Grundsätzlich ist die Erkrankung nicht heilbar, jedoch kann der Verlauf durch die modernen Maßnahmen der Therapie günstig beeinflusst werden. So besteht die Möglichkeit, dass auch viele Jahre nach Beginn der Erkrankung die Mehrzahl der Patienten mobil bleibt.

In Deutschland gibt es mehr als 100.000 Patienten mit Multipler Sklerose. Die bestehenden Therapiemöglichkeiten lassen sich in die Schubtherapie, in die immunmodulierende Langzeittherapie und die Behandlung der Symptome unterteilen.

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) beziehungsweise das Syndrom der ruhelosen Beine, auch Ekbom-Syndrom genannt, ist eine neurologische Erkrankung mit Gefühlsstörungen und Bewegungsdrang in den Beinen und weniger häufig in den Armen.

Das RLS verursacht vor allem in Ruhe beziehungsweise bei Entspannung Missempfindungen, zum Beispiel  Ziehen, Spannen, Kribbeln, Schmerzen oder andere als unangenehm empfundene Gefühle.

Die Symptome treten meistens am Abend oder in der Nacht auf, wenn man zur Ruhe kommt. Bei Bewegung  wird eine Linderung der Beschwerden erreicht.
 

Häufige Begleiterscheinungen des RLS

sind periodische Zuckungen der Beine oder Arme im Schlaf (Periodic Limb Movements). Diese werden oft auch als "Zuckungen" beschrieben. Sie führen zu Schlafstörungen. Folge sind oft chronischer Schlafmangel und Tagesmüdigkeit. Daraus können depressive Verstimmungen, Ängste, Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Unruhe, Vergesslichkeit, Verschiebung des Tag-und-Nacht-Rhythmus  resultieren.
 

Mögliche Ursachen

Die Ursachen des Restless-Legs-Syndroms sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Diskutiert werden eine Störung des Eisenstoffwechsels sowie verschiedene prädisponierende genetische Veränderungen. Oft liegt bei RLS-Patienten eine familiäre genetische Belastung vor. Häufigkeit und Intensität nimmt mit steigendem Alter zu.

Es wird geschätzt, dass etwa fünf bis 10 Prozent der Bevölkerung in Deutschland vom RLS betroffen sind. Es ist damit eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen überhaupt. 60 Prozent der Patienten sind Frauen.

Viele Menschen haben immer wieder einmal Rückenschmerzen. Meist lässt sich ihre Ursache nicht genau bestimmen. Wenn die Schmerzen jedoch über das Bein bis in den Fuß ausstrahlen, kann das auf einen Bandscheibenvorfall hinweisen.Die Bandscheiben befinden sich zwischen den Wirbelkörpern der Rückenwirbel. Sie bestehen aus einer elastischen Hülle aus Knorpelfasern und einem gelartigen Kern (Gallertkern). Bei einem Bandscheibenvorfall tritt Bandscheibengewebe zwischen den Wirbelkörpern hervor. „Vorgefallenes“ Gewebe kann auf die Nerven der Wirbelsäule drücken und sie reizen.
Bei den meisten Menschen sind Bandscheibenvorfälle die Folge von Verschleißerscheinungen. Mit den Jahren nimmt die Elastizität der Bandscheiben ab: Sie verlieren Flüssigkeit, werden spröde und rissig. Solche Veränderungen sind Teil des normalen Alterungsprozesses, der bereits in der Jugend beginnt. Allerdings altern die Bandscheiben nicht bei allen Menschen gleich schnell. Sehr selten kann auch ein Unfall oder eine schwere Verletzung die Bandscheibe schädigen und in der Folge zu einem Gewebevorfall führen.

Quelle: www.gesundheitsinformation.de


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