Mehr sein als das eigene Trauma

Wir glauben, dass traumatisierte Menschen trotz großer Beschädigung viel mehr sind als die Summe ihrer Traumata. Jeder Betroffene verfügt über enorme Selbstheilungskräfte. Es liegt in unserer Hand, diese Stärke zu erkennen. Das Wahrnehmen und Fördern Ihrer Ressourcen ist uns ein wichtiges Anliegen und Grundpfeiler unserer Behandlung komplexer Posttraumatischer Belastungsstörungen (PTBS). Dabei orientieren wir uns an den Grundsätzen der psychodynamisch-imaginativen Traumatherapie.

Als Folge von langanhaltenden, schweren und wiederholten Traumatisierungen in der frühen Biografie können sich komplexe Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) entwickeln. Es treten vielfältige Beeinträchtigungen auf, vor allem im Bereich der Stressregulation, des Selbstwerts und der Gestaltung von zwischenmenschlichen Beziehungen. Auch zum Teil schwere dissoziative Phänomene, Selbstverletzungen und Vermeidungsverhalten können auftreten.

In der therapeutischen Beziehung betonen wir vor allem den Selbstbezug und fördern Ihre Selbstberuhigungsfähigkeit mithilfe von Imagination und Achtsamkeit. Beides hilft Ihnen dabei, sich von belastenden Zuständen und Erfahrungen zu distanzieren.

Zur Stabilisierung regen wir fortwährend dazu an, Ihren Körper und seine Bedürfnisse achtsam wahrzunehmen und unterstützen Sie auf diese Weise dabei, sich bewusst auf wirkungsvollere und heilsamere Vorstellungen einzulassen. Die Vorstellungskraft, besser gesagt Imagination, ist eine hervorragende Methode, um Verstand und Gefühle miteinander zu verbinden und bewusst heilsame Gegenbilder zum Trauma zu finden. Dabei werden beispielsweisesichere Orte geschaffen, innere Helfer gestaltet oder schmerzliche Emotionen fest verpackt.

Neben Achtsamkeit und Imagination nutzen wir Angebote der Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Kunsttherapie, Selbstfürsorge, Yoga, Tai Chi, Qi Gong sowie Aromapflege und Akupunktur nach dem NADA-Protokoll.


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