Gemeinsame Werte schaffen und leben

Das Alexianer-Leitbild im Sinne der christlichen Nächstenliebe dient uns in unserem täglichen Tun als Orientierung. Mit Hilfe der Charta der Compassio füllen wir das Leitbild mit Leben und schaffen für uns im Arbeitsalltag geltende Werte.

Die Alexianer-Charta verknüpft die Aussagen des Leitbildes mit dem konkreten Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Durch die Festlegung gemeinsamer Werte, wie Respekt, Wertschätzung und Achtsamkeit gelingt es, das Leitbild in den Arbeitsalltag zu integrieren.
Wir sehen die Charta als Chance, unsere Unternehmenskultur ständig weiterzuentwickeln. Daher gibt es in unserem Unternehmen eine eigene Chartagruppe, die sich mit Fragestellungen und Herausforderungen im beruflichen Alltag beschäftigt und für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Form von Texten oder aber in gemeinsamen Gesprächen Denkanstöße und Anregungen gibt.

Interview mit der Charta-Beauftragten, Dr. med. Uta Schannewitzky

Welche Teilaspekte der Charta beschäftigen Sie in der Region besonders?

In unserer Region ist vor allem der Umgang mit Zwang und Gewalt im Alltag der akutpsychiatrischen Stationen ein wichtiges Thema. Um eine bestmögliche Versorgung der uns anvertrauten Menschen zu gewährleisten, versuchen wir mit Schulungen des Personals, mit strukturellen Veränderungen, mit enger Zusammenarbeit mit Angehörigen  und einem kollegialem Miteinander Zwangsmaßnahmen zu reduzieren. Ebenso  spielt der Aspekt Interkulturalität am Standort Berlin-Weißensee eine Rolle. In der Hauptstadt Berlin leben viele Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund, so dass unserer Patientenklientel unterschiedlicher kultureller Herkunft ist. Dies erfordert nicht nur das Wissen um kulturelle Unterschiede, sondern auch Respekt, Rücksicht und Neugierde.

An welchen Fragen hat die Region mitgearbeitet?

Unsere Charta- Gruppe hat an den Themen Zwang und Gewalt, Umgang mit Flüchtlingen und Alexianer sein, aber auch an den Themen Haltung gegenüber Patienten, Umgang miteinander und Zusammenarbeit mit Angehörigen mitgearbeitet. Zentral war dabei das Ziel, die bestmögliche Versorgung unserer Patienten unter Achtung ihrer Würde und Autonomie zu gewährleisten – ungeachtet ihrer Herkunft, ihrer Weltanschauung, ihrer religiösen Überzeugung und ihres Krankheitsbildes.

Welche Fragen aus der Charta sind für Ihren Arbeitsalltag wichtig?

Einen wichtigen Part nimmt der Umgang miteinander ein. Die spezifischen Fähigkeiten jedes Mitarbeiters zu nutzen, sie zu fördern und damit das Engagement für eine bessere Versorgung der Patienten und eine gute Zusammenarbeit zu erhalten, ist uns sehr wichtig. Dazu gehören ein berufsübergreifender Austausch und ein konstruktiver Umgang mit Fehlern.

Was macht Ihre Arbeit vor Ort aus?

Wir begegnen uns mit Respekt, legen Wert auf eine gute Fehlerkultur und fördern unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowohl in Ihrer Kreativität und Weiterbildung. In der täglichen Arbeit und bei Entscheidungen im Alltag versuchen wir, die Grundsätze des Leitbildes und der Charta zu berücksichtigen.


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