Klarheit schaffen, Sicherheit gewinnen

Nach Diagnosestellung ist es wichtig zu wissen, einen kompetenten Partner an seiner Seite zu haben. So möchten wir - gemeinsam mit Ihnen - gleich zu Beginn die richtigen Weichen für ein möglichst erfülltes, selbständiges Leben mit der Multiple Sklerose stellen.

Eine der besonderen Angebote  ist die intrathekale Therapie, bei der in bestimmten zeitlichen Abständen ein Kortison-Präparat nach Lumbalpunktion in den Rückenmarkskanal verabreicht wird.

Erfolge können sich unter anderem in einer Zunahme der Kraft, einer Besserung der Blasenstörung und einer Verminderung der Spastik zeigen. Aber nicht jeder Patient profitiert von dieser Behandlungsmethode.

Die intrathekale Therapie bringt gegenüber der intravenösen Kortisonbehandlung viele Vorteile mit sich:

  1. Durch das direkte Einbringen des Medikamentes in den Rückenmarkskanal wird trotz niedrigerer Kortisondosis eine höhere Kortisonkonzentration im Nervenwasser erreicht als mit der intravenösen Behandlung.
  2. Da der Wirkstoff aufgrund der Struktur des Präparates (kristallin) verzögert freigesetzt wird, dauert die Wirkung erheblich länger an.
  3. Die bei der intravenösen Kortisongabe in hoher Dosis möglichen Nebenwirkungen auf das Skelett-System (Osteoporose = Knochenschwund) und den Magen-Darm-Trakt (Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre) treten sie bei der intrathekalen Behandlung nur sehr selten auf.

Ablauf der Behandlung

Sie werden zunächst mehrmals (meist sechs Therapien) behandelt. Der Behandlungsablauf ähnelt einer Lumbalpunktion. Sie sollten danach zirka 24 Stunden überwiegend Bettruhe einhalten und viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Die liegende Position gewährleistet auch, dass der Wirkstoff sich gut im Nervenwasser verteilen kann.


nach oben